Ziel

Einen möglichst gesunden, langlebigen, brauchbaren, umgänglichen und gesellschaftsfähigen Hund nach den Standardvorgaben ohne große Übertreibungen (Übertypisierung) zu züchten.

Entstehung

Rassen entstehen durch sexuelle Isolation.
Das Prinzip der Rasseentstehung besteht darin, rasseerwünschte Eigenschaften möglichst homozygot zu machen.

Rassen sind stets Kunstprodukte. Sie unterliegen keiner natürlichen Selektion. Sie sind in höchstem Masse instabil.

Gefahren

  • Genetische Verarmung
  • Rassespezifische / Gruppenspezifische Defekte
  • Modische Einflüsse, die häufig zu Standardübertreibungen führen

Zuchtwert

In der Tierzucht arbeitet man mit der Annäherung ZW=P-M-U

Was braucht man um einen Zuchtwert zu berechnen:

  • Der Erbgang muss bekannt sein
  • Die Heritabilität muss bekannt sein (Verlässliche Schätzung, viele Daten auch aus anderen Studien)
  • Umwelteinflüsse sollten bekannt sein (z. B. für HD Auswertungsexperte, Geschlecht)
  • Korrekte Pedigree-Angaben (meistens erfüllt)
  • Zuverlässig erhobene Daten (je mehr Daten umso besser)
  • Eindeutig definierte Merkmale (z. B. Röntgenbefunde HD/ED)
Wichtig:

Auch wenn der Einfluss der beteiligten Allele bekannt ist, kann nicht mit absoluter Sicherheit vorausgesagt werden, welche Allele eines Elterntieres an bestimmte Nachkommen weitergegeben werden. Zuchtwerte sind nur so gut wie die erhobenen Daten!

Quelle:  https://www.wusv.org/fileadmin/Documents/Vortraege/Zucht/GENETISCHES_WISSEN_und_Zuchterfolg.pdf und https://edoc.ub.uni-muenchen.de/10548/1/Rabe_Christina_Julia.pdf