Übersicht der Grösseneinteilung in den verschiedenen Rassezuchtverbänden.

 AKC
Amerika
CKC
Kanada
ANKC
Australien
DNZ
Neuseeland
KC
England
FCI
Europa
Standard> 38.1
> 38.1> 38.1> 38.1> 38.145.1 -
60.0 (+2cm)
Mittel25.4 –
38.0
25.4 –
38.0
28.1 –
38.0
28.1 –
38.0
28.1 –
38.0
35.1 -
45.0
Zwerg ------------- ------------- ------------- ------------- -------------28.1 -
35.0
Toy< 25.3< 25.3< 28.0< 28.0< 28.024.0 -
28.0

Grosspudel

Der Standard- oder Grosspudel – im Volksmund auch «Königspudel» genannt – tritt als grösste Varietät der Rasse auf. Seine Schulterhöhe misst zwischen 45 – 60 cm (Toleranz +2cm) bei einem Gewicht von ca. 15 – 30 kg, je nach Grösse. Der Großpudel muss eine vergrößerte und entwickelte Reproduktion des Kleinpudels sein und dabei alle typischen Merkmale aufweisen. Er ist äusserst elegant, sportlich, sehr gelehrig und eignet sich hervorragend als Familienhund.

Der Grosspudel ist der «Allrounder» unter den Hunderassen. Er kann in fast allen Hundesportarten Höchstleistungen erreichen. Er glänzt auf dem Hundesportplatz, an Agility-Wettkämpfen, als Blindenführhund, als Fährtenhund, ja sogar als Schlittenhund kam er zu grössten Ehren. Der Pudel muss gefördert und will gefordert werden. Ein gelangweilter Grosspudel kann sich Unarten aneignen, welche ihn zu einem unangenehmen Hausgenossen machen können. Regelmässige Spaziergänge sind ein Muss. Als ursprünglich gezüchteter Wasserhund scheut er auch den Regen nicht.

Mittelpudel

Früher wurde der Mittelpudel auch Kleinpudel genannt. Er erreicht eine Körpergrösse zwischen 35-45 cm und ein Gewicht zwischen 7-12 kg.

Der Mittelpudel eignet sich hervorragend als Sporthund. Er besitzt eine hohe Auffassungsgabe, ist schnell und wendig. Im Agilitysport ist er auf Grund seiner Körpergrösse und seiner guten Führ­bar­keit immer häufiger anzutreffen. Auf Grund seines gutmütigen, ausgeglichenen Wesens eignet er sich hervorragend als Familienhund. Er hat gute Nerven und lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Die Pflege des Mittelpudels ist schon etwas aufwändiger als die des Zwerg- und Toypudels. Täg­li­ches Bürsten und Kämmen muss zur Routine werden, ansonsten verfilzt sein Fell und muss ab­ge­scho­ren werden.

Zwergpudel

Der Zwergpudel soll einen verkleinerten Kleinpudel darstellen und nach Möglichkeit dieselben Proportionen beibehalten, ohne Verzwergungsmerkmale aufzuweisen.

Er besitzt eine Schulterhöhe von 28-35cm und wird zwischen 4-6kg schwer. Lange Zeit war er der kleinste Vertreter der Rasse. Der Zwergpudel ist sehr beliebt, besonders bei Leuten, die gerne reisen. Er kann problemlos in einer Tasche im Zug oder im Flugzeug im Passagierraum mitgeführt werden. Trotz­dem ist der Zwergpudel kein Taschenhund! Er hat grossen Spass an sportlichen Aktivitäten, ist ausdauernd und lernbegierig und immer zu einem Spässchen bereit.

Den Zwergpudel trifft man oft auf dem Agilityplatz a n, wo er in der Kategorie Small startet. Er sitzt nicht selten auf dem Siegertreppchen. Als Familienhund fühlt er sich wohl, wenn er seine Ruhepausen hat und nicht überfordert oder von Kleinkindern zu stark bedrängt wird.

Toypudel

Der Toypudel ist der kleinste Rassevertreter. Er soll zwischen 24-28 cm messen. Trotz seiner ge­ringen Körpergrösse darf er keine Verzwergungsmerkmale wie Apfelkopf, Glubschaugen, Kurzbeinigkeit etc. aufweisen. Der Toypudel erreicht ein Gewicht zwischen 2.5kg bis 3.5kg, was ihn zu einem handlichen Reise­be­glei­ter macht. Ohne Probleme kann er überall mitgenommen werden. Dank der pudeltypischen Ei­gen­heit nicht zu haaren und nicht zu riechen, sind Toypudel überall willkommen.

Wie seine grösseren Rassevertreter will auch der Toypudel gefordert werden. Er ist lernbegierig und sehr aktiv. Problemlos bewältigt er längere Spaziergänge. Seine Spielfreude und Intelligenz sind sehr ausgeprägt. Wegen seines geringen Körpergewichts ist er bei älteren Leuten sehr beliebt. Bei Klein­kindern ist Vorsicht geboten. Wird ein Toypudel aus Unachtsamkeit fallen gelassen, so können sei­ne feinen Knochen brechen. Es ist ratsam, zu Kindern einen Pudel der grösseren Varietät zu wäh­len. Je kleiner die Kinder, je grösser der Hund!

Quelle: http://www.pudel-rgl.ch/der-pudel/gr%C3%B6ssen-und-farben, http://www.verband-der-pudelfreunde.de/index.php?id=2