Ahnenverlustkoeffizient (AVK) bezeichnet die Verringerung der tatsächlichen Anzahl der Ahnen.

Im Gegensatz zum Inzuchtkoeffizienten berücksichtigt der Ahnenverlustkoeffizient nicht, wie eng Vater- und Muttertier miteinander verwandt sind. Bei ingezüchteten, aber nicht eng miteinander verwandten Elterntieren kann dies dazu führen, dass der Nachwuchs einen hohen Ahnenverlust-, aber gleichzeitig einen niedrigen Inzuchtkoeffizienten aufweist.

IK und AVK liefern 2 verschiedene Informationen und der eine Koeffizient ist nicht durch den anderen zu ersetzen. Liegt der AVK bei 100%, dann taucht in der Generation kein Ahne mehrfach auf. Ein IK von 0% bedeutet, dass die Elterntiere keine gemeinsamen Ahnen in der Generation haben. Der IK- und AVK Wert ändert sich nach Anzahl der Generationen, die in die Berechnung miteinbezogen werden.

Berechnung Ahnenverlustkoeffizient (AVK)

Anzahl vorhandenen Ahnen / Anzahl möglicher Ahnen => 60/62 = 0.967

=> Ahnenverlustkoeffizient von 96,7% auf 5 Generationen.
(Achtung der „Ahnenverlust“ liegt bei 3,3% => (100%-96,7%=3,3%), nicht verwechseln!)

In der Regel wird der AVK bei Hunden über fünf Generationen errechnet. Liegt der AVK bei 100%, sind keine doppelten Ahnen vorhanden. Je höher also der AVK, desto besser.

Um dem Verlust der Ahnenvielfalt entgegen zu wirken, sollte der AVK bei fünf Generationen 85% nicht unterschreiten.

Quelle: https://www.wusv.org/fileadmin/Documents/Vortraege/Zucht/GENETISCHES_WISSEN_und_Zuchterfolg.pdf, http://www.deutschedoggen.eu/inzucht.php und http://bergamaskerklub.ch/inzucht-und-ahnenverlust-ikavk/